*Enthält Werbung

Die frisch gewaschene Wäsche kann auf der Wäscheleine und im Trockner getrocknet werden. Beides hat Vor- und Nachteile. Ein Trugschluss ist allerdings, dass nur die Trockner-Methode die Umwelt belastet. Wenn im Winter die Wäsche in der Wohnung getrocknet wird und die Feuchtigkeit durch regelmäßiges Stoßlüften entweichen soll, so muss auch dagegen angeheizt werden. Oder das Wohnklima kann durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit sich so sehr verschlechtern, dass sogar Schimmel in den Räumlichkeiten entstehen kann.  Im Sommer sollte sogar ständig gelüftet werden. Es riecht auch plötzlich leicht muffig und das ist ein Anhaltspunkt für eine erhöhte Feuchtigkeit im Raum. Wenn Du mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit misst und entsprechend lüftest, bist Du auf der sicheren Seite. Allerdings auch nur, wenn Du während der Wäschetrocknung über regelmäßig darauf achten und entsprechend reagieren kannst.

Die Wäsche trocknet auf der Wäscheleine oder Wäscheständer am besten, wenn folgende Regeln beachtet werden:

  • Jedes Wäschestück vor dem Aufhängen einmal ausschütteln, Ärmel etc. aufkrempeln und eventuell auch glatt ziehen. So lösen sich Waschfalten und es gibt weniger Bügelwäsche.
  • Oberteile nehmen am meisten Platz weg und werden deshalb zuerst aufgehängt, und zwar immer versetzt zueinander – so entsteht genug Freiraum zum Trocknen und den so entstehenden Platz kannst Du prima für kleinere Wäschestücke z.B. Socken, Slips etc. benutzen.
  • Hänge nie die Wäschestücke zu dicht beieinander – die Wäsche benötigt dann länger zum Trocknen!
  • Lange Kleidungsstücke, unter anderem Hosen, hängen auf den meist höheren Flügel des Wäscheständers am besten. So berührt nichts den Fußboden.
  • Empfindliche Kleidung wie Blusen, Hemden oder Sakkos werden am besten auf einem Kleiderbügel aufgehängt. So kannst Du Dir eventuell auch das Bügeln sparen.
  • Achtung: Wolle verzieht sich auf dem Ständer gern einmal – besser liegend auf einem Handtuch trocknen!

Nun schauen wir uns die zusätzlichen Regeln an, wenn die Wäsche draußen auf dem Balkon oder Garten etc. getrocknet werden kann und soll.

  • Damit die Kleidung bei Wind nicht zu Boden fällt, solltest Du Wäscheklammern benutzen. Setzte die Wäscheklammern so, dass die Wäsche nicht gezerrt oder gedehnt wird, das schadet der Form.
  • Damit der Bund an Socken nicht ausleiert, werden sie an der Fußspitze aufgehängt.
  • Damit die farbigen Kleidungsstücke nicht ausbleichen, am besten auf links drehen.
  • Im Sommer sind regnerische Tage in der Regel schlecht zum Trocknen. Es sei denn Du kannst den Wäscheständer an beliebiger Stelle unterstellen aber die Feuchtigkeit in der Luft ist beim Trocknungsvorgang nicht besonders hilfreich.
  • Im Winter werden sonnige und trockene Wintertage mit Temperaturen unter null Grad benötigt, um mit Hilfe der Sublimation die Wäsche zu trocknen. Hierbei gefriert das Wasser in der Wäsche zwar sofort, geht dann aber direkt in den gasförmigen Aggregatzustand über und entweicht als Wasserdampf. Voraussetzung ist eine möglichst geringe Luftfeuchtigkeit und ausreichend Wind.

Wenn Du Wetter unabhängig Deine Wäsche immer schnell und unkompliziert getrocknet haben möchtest, dann rate ich Dir zu einem Wäschetrockner. Wenn Du mehr über die unterschiedlichen Bauformen und Energieeffizienz wissen möchtest, hier* erkläre ich Dir die Unterschiede zwischen den Abluft-, Kondens- und Wärmepumpentrockner.

Die Wärmepumpentrockner können auch empfindliche Kleidung trocknen und sind mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und Programmen ausgestattet. Knitterschutz z.B., damit Du auch hier weniger bügeln musst. Die Flusen, die beim Trockner in den verschiedenen Sieben landen, entstehen übrigens nicht nur beim Trocknen. Beim Tragen und Wäschen der Wäsche haben wir den höchsten Abrieb auf der Kleidung. Nur fallen diese meistens dann beim Tragen der Kleidung ab. Also entweder liegen die  Flusen dann auf der Kleidung oder unter dem Wäscheständer oder landen im Trockner in den entsprechenden Sieben.